Projektentwickler für erneuerbare Energien schafft viele Arbeitsplätze in der Region/100% erneuerbare Energie für die Region Mainz gefordert

Wörrstadt/Mainz. Kommunale Mandatsträger sowie Funktionsträger der Ökologisch-Demokratischen Partei (ödp) in Rheinland-Pfalz haben am Wochenende die Firma juwi in Wörrstadt (Kreis Alzey-Worms) im Rahmen einer Betriebsbesichtigung besucht.

Auf Grund des starken Wachstums wird der erst 2009 vergrößerte juwi-Firmensitz in diesem Jahr abermals erweitert, erläuterte der Manager Public Affairs für juwi, Thomas Berg, den Ökodemokraten. Bereits Mitte des Jahres sollen die beiden neuen Gebäudemodule eröffnet werden. Mit der Erweiterung schafft juwi am Unternehmenssitz in Wörrstadt Raum für insgesamt mehr als 700 Beschäftigte. Die beiden zusätzlichen Gebäudeteile werden erneut in ökologischer Holzbauweise errichtet und sollen in punkto Energieeffizienz wieder Maßstäbe setzen. Der Firmensitz von juwi ist ein Energieplushaus, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht, und gilt als das energieeffizienteste Bürogebäude der Welt.

Insbesondere für die Region Mainz stellte juwi den Ökodemokraten ihr Konzept vor. Mit rund 1,5 Milliarden Euro, die etwa ursprünglich für das Mainzer Kohlekraftwerk geplant waren, könne man bis 2013 rund 48% des Strombedarfs in der Region Mainz mit regenerativen Energien bereitstellen, bis 2020 wären 100% möglich. Zahlreiche dezentrale Anlagen würden viele Arbeitsplätze in der Region schaffen und Gewerbesteuereinnahmen generieren. Dies setzt natürlich voraus, dass die kommunalen Gremien und die Stadtwerke in der Region gemeinsam an einem Strang ziehen. Dies werde von den Mandatsträgern der ödp in der Region Mainz nachhaltig unterstützt, versicherte ödp-Landesvorsitzender Rainer Hilgert und Dr. Claudius Moseler, Fraktionsvorsitzender von ödp/Freien Wählern im Mainzer Stadtrat. Diese Konzepte sind auch auf andere Regionen im Land übertragbar.

Mit Unterstützung von der ödp kann die Solarbranche zudem in der Frage der Absenkung der Vergütung für Solarstrom (Photovoltaik, PV) rechnen. Bisher sank die Vergütung für Solarstrom jährlich um 10%. Jetzt soll aber 2010 eine zusätzliche Reduzierung um 16% erfolgen. Dies würde für viele geplante Projekte das „Aus“ bedeuten, die an der Grenze der Wirtschaftlichkeit liegen. Zwar wird in der Branche eine zusätzliche Absenkung der Vergütung für PV-Anlagen von 5-10% als ideal gesehen, um auf dem Markt u.a. einen Preisrückgang von Solarmodulen zu begünstigen. Im Gegenzug bleibt es aber leider auch bei den Subventionen für fossile Energieträger oder bei den steuerfreien Rückstellungen für Atomkraftwerke. „Die PV-Vergütung darf unserer Meinung nach nicht wie geplant abgesenkt werden, zudem müssen auch Subventionen für fossile und atomare Energieträger in Frage stellt werden“, so ödp-Landesvorsitzender Hilgert.

Die juwi-Gruppe sei aber auch auf dem Weg zum „Global Player“. In Europa gehört der Projektentwickler von Wind-, Solar- und Bioenergieanlagen bereits zu den führenden Unternehmen in diesem Sektor. Nun expandiert juwi auch in Amerika, in einem der weltweit größten Wachstumsmärkte für erneuerbare Energien. 2010 wird die Firmengruppe zum ersten Mal mehr Umsatz im Ausland erzielen als im Inland. Insgesamt wird der Umsatz 2010 voraussichtlich erneut kräftig auf rund 800 Millionen Euro zulegen. Konsequenz: Nach 350 zusätzlichen Stellen in 2009 will juwi in diesem Jahr 200 bis 300 weitere Arbeitsplätze schaffen, den größten Teil davon in Rheinland-Pfalz. Darüber hinaus bringt juwi wieder Ausnahmeprojekte auf den Weg, mit denen der Umbau zu einer 100-prozentigen Versorgung mit erneuerbaren Energien vorangetrieben wird.

 


Zurück

Die ÖDP Rödersheim-Gronau verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen