12.02.2014

ÖDP zur Gentechnik in der EU: Grüne Doppelmoral

Lüst: „Grüne sollen vor der eigenen Haustür kehren“

"Die Empörung von Grünen-Chefin Peters bezüglich der deutschen Enthaltung zum Genmais in der Europäischen Union ist an Doppelmoral kaum noch zu überbieten!“

Diese Aussage trifft Christiane Lüst, Europakandidatin der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) und Gentechnik-Expertin. In Anlehnung an das Sprichwort „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“, habe Peters offenbar völlig ausgeblendet, dass es eben ihre Grünen-Kollegin Renate Künast gewesen sei, die vor Jahren durch ihre Enthaltung zur Abschaffung des  europäischen Gen-Moratoriums die Gentechnik erst nach Europa gebracht habe. „Dass sich die Grünen über die Haltung der Bundesregierung echauffieren, macht sie absolut unglaubwürdig. Stattdessen sollten sie sich bei den Wählerinnen und Wählern entschuldigen, dass eigentlich sie es waren, die der Gentechnik auf Europaebene die Tür geöffnet zu haben,“ so Christiane Lüst, die Initiatorin der Aktion Gen-Klage.

Dem habe Renate Künast  in ihrer Zeit als Verbraucherschutzministerin sogar noch etwas draufgesetzt: Noch vor Inkrafttreten ihrer eigenen Gesetze zur Regulierung und Registrierung des Gen-Anbaus in Deutschland habe sie schnell 25 Tonnen Genmais ungekennzeichnet zum geheimen Anbau freigegeben. Keiner sollte erfahren, wo der Genmais angebaut werde und was mit der Ernte geschehe! Ein Skandal, den erst die Umweltschutzorganisation Greenpeace aufgedeckt hatte. „Bevor sich die Grünen über andere aufregen, sollten sie erstmal vor der eigenen Haustür kehren,“ so Lüst abschließend.  

 

Kategorie: Umwelt, Naturschutz und Landwirtschaft, Demokratie und Bürgerbeteiligung