13.05.2009

Erneute Kandidatur in der Hochburg Adenau zur Kommunalwahl

Zur Kommunal- und Europawahl am 7. Juni stellt sich die Ökologisch-Demokratische Partei (ödp) mit eigenen Listen dem Wähler.

Sowohl in der Verbandsgemeinde Adenau als auch im Stadtrat ist die ödp seit 1989 vertreten. Durch die Initiative des Malers Kurt Gratzel wurde Adenau eine ödp-Hochburg. Gute Wahlergebnisse und ein wachsender Einfluß auf die Entscheidungen in der Hocheifel lassen die ödp auch bei diesen Wahlen mit Selbstbewusstsein antreten. In diesen Jahren trat die ödp immer wieder als Anwalt der Bürgerinnen und Bürger der Hocheifel auch gegen sehr populistische Entscheidungen der anderen Parteien auf. Vor allem im Hinblick auf den Nürburgring wurden von Seiten der ödp immer wieder auf die bedrohte Lebensqualität der Anwohner, ökologische und finanzielle Folgen und verkehrspolitische Begleiterscheinungen hingewiesen und darauf gedrängt, diese Begleiterscheinungen zu mindern und die Belastungen für das Adenauer Land erträglicher zu gestalten.

 

In ihrer Pressemitteilung verweist die ödp auf die globalen Herausforderungen, die auch die Hocheifel mittelfristig treffen werden, und auf die es gilt, sich schon jetzt einzustellen. Kreisvorsitzender Gereon Schürmann aus Leimbach erklärt, dass das viel beachtete Thema „Demografischer Wandel“ angesichts der Folgen des Klimawandels und der Ressourcenverknappung zu einem „Problemchen“ schrumpfe.

 

„Wenn die Gletscher des Himalaya als Trinkwasserspender für ein Drittel der Menschheit ausfallen und die dicht besiedelten Flußdelta der Welt aufgrund des steigenden Meeresspiegels unbewohnbar werden, wird eine Völkerwanderung einsetzen, die auch Adenau treffen wird. Dann werden 10 % Bevölkerungsschwund leichthin ausgeglichen werden können.“

 

Die Kommunalpolitik soll darauf hinarbeiten, die Energieversorgung ganz auf regenerative Quellen umzustellen. Wind, Sonne und Biomasse müssen hocheffizient und mit möglichst großer Wertschöpfung in der Region genutzt werden.

 

Schon vor Jahrzehnten forderte die ödp, regionale Kreisläufe zu stärken, die heimische Land- und Forstwirtschaft zu fördern, sanften Tourismus auszubauen mit überörtlichen Wander- und Radwegen. Diesen Weg, der inzwischen auch bei anderen Gruppierungen Anklang findet, will die ödp weiter gehen.

 

Große Hoffnung auf einen Neubeginn setzen die Stadträte der ödp auf die Ablösung des Adenauer Stadt-Bürgermeisters. Klaus Lehmann, Richter a.D., und Sozialarbeiterin Ute Nett wollen ihre Arbeit im Stadtrat fortsetzen. Auf der Stadtratsliste folgen Hannelore Lehmann, Dirk Lenzen, Rosemarie Bell, Gudrun Dobmeyer, Simon Nett und Mechthild Aymanns.

 

Für den Verbandsgemeinderat stellen sich der Wahl: Unternehmer Gereon Schürmann aus Leimbach, Steuerberater Dirk Lenzen aus Adenau, Hannelore Lehmann (Adenau), Ute Nett, Klaus Lehmann, Rosemarie Bell, Regina Friedrich (alle Adenau), Herbert Kirwel (Wirft), Gudrun Dobmeyer, Simon Nett (beide Adenau), Elke Kirwel (Hoffeld) und Mechtild Aymanns (Adenau).

 

Ansprechadresse: gs et luftstrom.com