02.09.2013

Und wieder ein kleineres Übel?

Bernhard G. Suttner

Die Wahltage kommen näher und es häufen sich wieder die Stimmen, die den ÖDP-Aktiven bescheinigen: „Sehr gutes Programm, engagierte Leute, sogar beim Wahlomat bin ich bei der ÖDP gelandet…aber es gibt doch Zweifel, ob ihr die Hürde schafft…da werde ich eben doch wieder das kleinere Übel…“  

Meine Antwort: „Seit Jahrzehnten entscheiden sich viele für das angeblich kleinere Übel. Der Erfolg ist grandios: Eine mehr als bedrohliche Staatsverschuldung, eine sich zuspitzende Klimaproblematik, Berge von Atommüll ohne Endlagermöglichkeit, immer mehr Massentierhaltung, anhaltende Beton- und Asphaltorgien, fortgesetzter Glaube an die unhaltbare Wachstumsideologie, Unfrieden durch gesteigerte Rohstoffgier, Abwertung der Familie, Stresshormone schon in der Blutbahn sehr kleiner Kinder, Turbokapitalismus mit Lohndumping, Ausweitung der Minijobs und in der Folge Altersarmut. Eine tolle Bilanz: Durch die Unterstützung  der kleineren Übel ist ein monströses Riesen-Übel herangefüttert geworden! Wird es nicht Zeit, endlich einmal nach seiner echten Überzeugung zu wählen?“

Kategorie: Werte / Menschenbild, Bundestagswahl, Landtagswahl