20.09.2013

Ach Trittin!

Als Gründungsmitglied der Grünen kann ich auf einen zusätzlichen Aspekt des Themas „Verharmlosung sexueller Gewalt gegen Kinder“ in der Frühphase dieser Partei hinweisen. Bekanntlich hat es damals drei Flügel gegeben: Zum einen bürgerliche Naturschützer, Atomkraftgegner und Wachstumskritiker, zum anderen Linke und Linksradikale aus der 68er Szene, sowie leider auch einige Altfaschisten und neue Rechte. Ich  zählte mich zur Fraktion der bürgerlichen Wachstumskritiker und war einfach nur entsetzt, dass den Forderungen nach Freigabe sexueller Handlungen Erwachsener an und mit Kindern auf den vielen Gründungsparteitagen der Grünen Diskussionsraum gegeben wurde. Führende radikale Linke haben dieses Thema gegen uns Bürgerliche als Kampfmittel eingesetzt: Man müsse „tolerant“ sein, es handle sich um ein lange verdrängtes Problem einer „verfolgten sexuellen Minderheit“, die Grünen müssten eine „bunte“ Bewegung sein, die nur in „breiter Vielfalt“ erfolgreich sein könne… Dass wegen dieser „Toleranz und Vielfalt“ immer mehr Aktive aus der wertkonservativen Naturschützerszene sich mit Grausen abwandten, wurde „klammheimlich“ begrüßt, weil so die Definition der Grünen als entschieden linke Partei leichter wurde.  Herr Trittin, damals gerade vom maoistischen „Kommunistischen Bund“ zu den Grünen gewechselt, hat die Strategie der Ausgrenzung bürgerlicher Kreise aktiv mitgestaltet. Ich glaube gerade ihm nicht, dass er sein „v.i.S.d.P.“ seinerzeit ahnungslos unter solche Programmaussagen gesetzt hat.

Kategorie: Bürgerbeteiligung, Demokratie, Transparenz, Familie, Jugend, Soziales